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Benefizkonzert des Gartenbauvereins Seeon, 
03.12.2005 beim "Alten Wirt" in Seeon

Seeon: Eine Sternstunde in Seeon 

Eine "Sternstunde" war für die Besucher des Benefizkonzertes am vergangenen Samstag im Landgasthofes "Alter Wirt" in Seeon. Der Gartenbauverein Seeon, allen voran die Vorstandschaft mit Anni Schuster und Georg Salzeder hatten schon vor einem Jahr die Idee bei der Aktion "Sternstunden" aktiv mitzuhelfen und sich somit in den Dienst der Sache zu stellen. So wurde mit der Planung begonnen und das Ergebnis konnte sich sehen und hören lassen. Jugendliche Musikgruppen aus dem Gemeindebereich und der Umgebung gaben sich ein Stelldichein und sangen und spielten für Kinder in Not.

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Die Aktion "Sternstunden" ist eine Hilfsorganisation in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk mit Unterstützung durch die Bayerischen Sparkassen, der Bayerischen Landsbank und der Versicherungskammer Bayern. Weltweit werden hier Projekte gefördert. Sternstunden hat sich das Ziel gesetzt, zur Gesundung von Körper und Geist und Seele Not leidender Kinder beizutragen. Alle Spendengelder kommen ohne Abzug Kindern in Not zu Gute.
Die Aktion wurde bereits von vielen Prominenten getragen, so dass bis zum Jahreswechsel mehr als vier Millionen Mark auf den Spendenkonten waren. 60 Projekte, die ausschließlich hilfebedürftigen Kindern zugute kamen, konnten bereits zu dieser Zeit finanziell unterstützt werden. An diesem Abend konnte ein Reinerlös von 2.315,00 Euro an die Organisation überreicht werden. Mit dabei eine große Spende von der Gemeinde Seeon-Seebruck in Höhe von 500,00 Euro. Unter der Schirmherrschaft von 1. Bürgermeister Konrad Glück startete die Hilfsaktion in Seeon. 70 Mitwirkende boten etwa 200 Zuhörern eine erhebende, himmlische Stunde, wie auch Moderator Hans Huber bemerkte. Der Gartenbauverein hatte den Saal liebevoll geschmückt und die Bühne glich einem funkelnden Sternenhimmel.

offiziellen Spendenübergabe im Januar 2006 in der Münchener Geschäftsstelle von Sternstunden.  
Anni Schuster, 1. Vorsitzende, und Georg Salzeder, 2. Vorstand
So begann der Abend mit Franzi Georg aus Altenmarkt, der auf der Trompete mit einer Fanfare von Henry Purcell eröffnete. Begleitet wurde er von Maria Linner auf dem Klavier, die routiniert und gefühlvoll über die Tasten glitt. Auch bei der Sonata Nr. 1 für Trompete und Klavier und der Romanze von Gustl Huuck waren die beiden im Duett. Das Violintrio mit Daniela Mair, Johanna Hetzler und Andrea Lohwieser gaben mit klassischer Musik von Joseph Haydn und W.A. Mozart ihre Freude zum Ausdruck. Virtuos, beschwingt und anmutig musizierte das Trio mit Violine, Bratsche und Kontrabass.
Die Band "Sowieso" aus Erlstätt unter der Leitung von Evi Wimmer überzeugte mit ihrem jugendlichen Charme und mit natürlichen schönen Solostimmen. "Wir leben alle unter einer Sonne" und "Glaube, Liebe, Hoffnung" waren der Anfang. Internationale Ohrwürmer mit bayerischem Charme gaben die Sänger mit den Rhythmen "Rivers of Babylon", "California Dreaming" und "Kumba Yah" zum Besten.
Der Chor Mirjam aus Mitterskirchen unter der Leitung von Sepp Hummelsperger war nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine Ohrenweide. Der Chor ging sehr konzentriert mit "Fest der Freude", "Ein Licht in dir geboren" und "Aus heiterem Himmel" zu Werke. Mit einem Medley aus "Sisters Act" zeigten sie anschließend ihr Gesangsvolumen und ihr stimmliches Temperament.
Der Kinderchor Seeon, unter der Leitung von Maria Huber entwickelte sich zum Publikumsliebling des Abends. Höhepunkt war die Liebesgeschichte von der Erdbeere und dem Quark. Das Lied wurde szenisch von zwei Sängerinnen (Verena Hartl und Lisa Huber) begleitet, die die Erdbeere und den Quark mimten. Die Holzbläser, eine Mädchen-Klarinettengruppe aus der Jugendblaskapelle Seeon mit Verena Heinzmann, Denise Eglseder, Julia Hartl, Susanne Kratzsch mit und unter der Leitung von Isabel Schönlinner, überzeugte durch exaktes Zusammenspiel bei einem Menuett aus Weilheim, Bourée von Händel und Marcia di Bonaparte.
Am Ende des Abends, vor dem Vater Unser, bat Pfarrer Otto Steinberger ums Wort. Auch seine Herzensangelegenheit, das Land Ecuador und ihre große Helferin Schwester Sigmunda hat schon von Sternstunden profitiert. Das einzige Zentrum für autistische Kinder in Ecuador erhielt einen Geldbetrag von Sternstunden. In diesem Zusammenhang las er einen Dankesbrief von Schwester Sigmunda aus Quito vor.
Erst nachdem alle drei Chöre noch jeweils ein Lied als Zugabe gesungen hatten wurden die Mitwirkenden vom begeistertem Publikum entlassen.

Dankbar für einen besinnlichen, aber auch schwungvoll fröhlichen Abend verabschiedete der sympathische Moderator Hans Huber die Zuhörer. Seine abschließenden Worte waren richtungsweisend für diesen Abend: "Auch diejenigen, die ihr Lebenslied in Moll singen, möchten ab und zu auch mal ganz gerne frohe Dur-Klänge singen. Dabei zu helfen hat sich Sternstunden zur Aufgabe gemacht und deshalb sind wir alle heute hier. Wir wollen benachteiligten Kinder helfen, dass ihr Leben ein bisschen angenehmer gestaltet werden kann".

Bericht: Christa Stifter