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Herbstversammlung
am Dienstag, 02.10.2018 in Seeon beim "alten Wirt"
Seeon (rm).
Bei der Versammlung im herbstlich dekorierten Ägidius-Stüberl beim „Alten Wirt“ in Seeon erinnerte die erste Vorsitzende Angelika Wolfertstetter an zahlreiche Tätigkeiten und Veranstaltungen dieses Jahres. So punktete in der Frühjahrsversammlung Peter Gasteiger mit seinem originellen Vortrag über die Schneckenbekämpfung, der organisierte Backkurs für Schmalzgebäck bei Frieda Haindl in Palling war ausgebucht, die Brauerei Camba Bavaria in Seeon wurde besichtigt, die Kinder durften Muttertagsgestecke und Kräuterbuschen anfertigen, der Vereinsausflug im Juni zum Freilichtmuseum Glentleiten wurde aufgrund eines örtlichen Unwetters kurzfristig abgesagt und wird im kommenden Jahr am 18. Mai nachgeholt. Die Obstpresse ist seit Mitte August jeweils freitags in Betrieb und wird gut frequentiert. Auch die Seeoner Kindergartenkinder und die Kindergruppe des Gartenbauvereins Altenmarkt waren schon bei der Saftgewinnung zu Besuch. Für die Kreisprämierung 2018 „Der bienenfreundliche Garten“ wurden zwei Gartenbesitzer gemeldet. Außerdem wird die Pflanzung auf der Seeoner Kreisverkehrsinsel regelmäßig gepflegt.
Bürgermeister Bernd Ruth dankte den Gartlern für die geleistete Arbeit, die nicht immer einfach sei und oft viel Geduld erfordere. Die Verschönerung des Ortes bedeute auch ein Stück Lebensqualität. Als Dank für ihre langjährige Treue wurden den Vereinsmitgliedern Marlene Oberhans und Christa Schön die silberne Ehrennadel des Bezirksverbandes samt Urkunde, sowie ein prachtvoller Chrysanthemenstock inklusive Regenschirm mit Vereinslogo überreicht. Weiters können Bernd Miess, Max Parzinger und Renate Wiesenbauer für mehr als 25 Jahre Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet werden und Otto Huber erhält die goldene Ehrennadel des Landesverbandes für über 50 Jahre.
Kreisfachberater Markus Breier zeigte in seinem Vortrag „Gartenbauvereine einst und heute“ mit historischen und aktuellen Bildern einen äußerst interessanten Streifzug durch die Geschichte. Die Anfänge lagen um 1900 mit der Pflege und Förderung der Obstbaumkulturen und der Bienenzucht. Ganz wichtig war auch die Selbstversorgung der Bevölkerung mit Obst und Gemüse. Später mit dem wirtschaftlichen Aufschwung wurde auch auf die Verschönerung der Gärten und Häuser wertgelegt. Damals wie heute steht die fachliche Bildung mit Vorträgen, Lehrbüchern, Schnittkursen, Sortenempfehlungen, Schädlingsbekämpfung, Ausstellungen und die Begeisterung der Jugend zur Natur im Vordergrund. Nur die Methoden insbesondere die Spritz- und Düngepraxis „viel hilft viel“ habe sich grundlegend zum Besseren geändert. Im Ausblick auf die Zukunft werden mögliche Themen, wie Umwelt und Naturschutz, bienenfreundliche Anpflanzungen, Urban Gardening, Gemeinschaftsgärten, Basiswissen über Gemüseanbau, kreative Gestaltung, Werkzeugpflege und vieles mehr die modernen Gartenbauvereine beschäftigen.
Schließlich informierte Markus Breier über die aktuelle Plage des Buchsbaumzünslers, die weite Teile des Landkreises bereits erfasst habe. Eine Bekämpfung sei äußerst aufwändig und leider wenig erfolgversprechend. Ein ausführliches Merkblatt dazu könne von der Internetseite des Kreisverbandes heruntergeladen werden.
In der Vorschau gab Angelika Wolfertstetter unter anderem bekannt, dass sich der Gartenbauverein bei der Bodenuntersuchungs-Aktion des Kreisverbandes beteiligt. Pro Mitglied werden bis zu drei Proben bezuschusst.
Die Vorsitzende bedankte sich bei allen Helfern und Unterstützern des Gartenbauvereins und beschloss die Versammlung mit einer Bauernregel zum Oktoberanfang.
Foto von links:
Bürgermeister Bernd Ruth, Vorsitzende Angelika Wolfertstetter, Marlene Oberhans, Christa Schön, Kreisfachberater Markus Breier
Bericht: Regina Manzinger