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Die Eisheiligen
vom 11. Mai bis 13 Mai

Die Lostage der Eisheiligen lagen nach dem gregorianischen Kalender in dieser Woche.

Während in Norddeutschland das Augenmerk auf die Tage vom 11. Mai bis 13. Mai mit den Gedenktagen an Mamertus, Pankratius und Servatius liegt, konzentriert sich in
Süddeutschland der Fokus auf die Tage
ab 12. Mai bis 15. Mai (Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia, bekannt als die
kalte Sophie). Bei diesen Namenstagen
handelt es sich um Gedenktage zu Ehren der heiliggesprochenen Bischöfe Mamertus und Servatius sowie der Märtyrer Pankratius und Bonifatius als auch der Märtyrerin Sophia.

Den Ursprung haben die Eisheiligen aus der
Zeit des julianischen Kalenders, der durch die Kalenderreform 1582 durch den gregorianischen abgelöst wurde. Nach dem julianischen Kalender wurde an diese Heiligen 10 Tage
später gedacht.

Zu den Eisheiligen gibt es eine Vielzahl an Bauernregeln, die auch heute noch für Landwirte, Gärtner und Hobbygartler wegweisend im Umgang mit kälteempfindlichen Pflanzen sind.
Eine in unserer Gegend bekannte Bauernregel lautet:
Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi.
Und zum Schluss fehlt nie die Kalte Sophie.

Die Bauernregeln zu den Eisheiligen sollen darauf aufmerksam machen, dass es auch bis Ende Mai noch zu Bodenfrösten kommen kann, welche empfindliche Pflanzen im Freien erfrieren lassen können.
Was kann der Hobbygartler nach den Eisheiligen im Garten erledigen?
Nun können empfindliche und mediterrane Gemüsepflanzen wie z. B. Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini und Auberginen sowie nicht winterharte Kräuter wie Basilikum und Rosmarin ausgepflanzt werden.
Sommerblumen und Kübelpflanzen können nun endgültig ins Freie geschaffen werden Dahlienknollen und andere Blühpflanzen wie Gladiolen dürfen ausgepflanzt werden. Wie sich der Mai in den nächsten beiden Wochen noch verhält, bleibt abzuwarten. Allen Landwirten und Gartlern wünschen wir auf jeden Fall eine erfolgreiche Saison.