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Jacobskreuzkraut, die gelbe Gefahr
In letzter Zeit wurde in unserer Gemeinde vermehrt das giftige Jacobskreuzkraut entdeckt. Daher wollen wir über diese Pflanze aus der Familie der Korbblüter aufmerksam machen und informieren.
Das Jacobskreuzkraut (JKK) ist eine für Weidetiere hochgradig giftige Pflanze. Ihre toxische Wirkung bleibt auch im Heu und Silage erhalten. JKK und alle Kreuzkrautarten wirken stark leberschädigend. Weiterhin erzeugen sie Krebs, verändern das Erbgut und wirken in Kleinstmengen embryonenschädigend. Im Endstadium ist das Zentrale Nervensystem zerstört.

Vorkommen:
Kreuzkräuter treten auf Grünland, Straßenrändern und offenen Flächen auf, sowohl inner- als auch außerorts.

Pflanze:
Die zwei- bis mehrjährige Pflanze wir 30 - 140 cm hoch und hat ihre Hauptblütezeit von Juni bis September. Bekannt ist sie auch unter den Namen Jacobs-Geiskraut, Spinnenkraut, Krötenkraut oder Zehrkraut.
Die Blüten des JKK ähneln Margeriten, sind aber komplett gelb. Die Spitzen der Hüllblätter sind schwarz, innen befinden sich 60 - 80 Röhrenblüten und außen 12 - 14 Zungenblüten. Im frühen Stadium sind die Rosettenblätter rundlich, das späte Rosetten- und Stängelblatt ist stark gefiedert.
Eine ausgewachsene Pflanze kann bis zu 150.000 Samen produzieren, die sich durch Windflug stark verbreiten und bis zu 20 Jahre keimfähig bleiben.

Handlungsempfehlung/Entsorgung
Die Pflanze komplett mit der Wuezel ausstechen. Blühende oder samentragende Pflanzen verbrennen oder im Restmüll entsorgen. Nicht zum Kompost oder in die Biotonne.
Handschuhe tragen.
Eine effektive Bekämpfung ist nur möglich, wenn alle in gleichen Maß handeln.
Weitere Informationen findet man im Internet unter www.ak-kreuzkraut.de oder bei der Kreisfachberatung im Landratsamt.